Siggi Schwemmer

1. Vorstand des K.S.C.N.

Graduierung:

5. Dan

Geboren:

1956

Karate seit:

Anno domini

Lizenzen und Funktionen:

  • B-Prüfer
  • Breitentrainer

Kontakt:

E-Mail

Beschreibung:

Mein Karate ist geprägt von meinem Meister, Alfred Heubeck. Als ich das Melanchthongymnasium in Nürnberg 1976 nach dem Abitur verlassen habe, kam Alfred an meine Schule. Alfred hat kurze Zeit später im Rahmen des Hausgwärchs eine Karate-Vorführung gehalten, die mich tief beeindruck hat: Kampf gegen 4 Gegner, Bruchtest mit Faust- Hand- und Fußtechniken, Synchronkata, Liegestützen mit Sandsack auf den Schultern, Training mit Bleiweste... Kein Wunder, dass ich später als Grüngurt den Kontakt zu Alfred gesucht habe und bei ihm trainieren wollte. Alfred hat mir den Weg des Karate-Do erschlossen, mich zum 1. und dann vom 2. DAN (Pflüger/Hagge) bis zum 5. DAN geführt und begleitet.
Als Geistlicher hat mich hinter der äußeren Form des Karate immer die Innenseite des spirituellen Weges des Karate-Do interessiert: Karate hat mir den Zugang zu ZEN geöffnet. Der ZEN-Weg ist Auseinandersetzung mit Tod und Leben. Grundfrage des ZEN ist: wer bin ich? Anders formuliert: welches Gesicht hatte ich, bevor meine Eltern geboren wurden? Oder: Was ist mein Wesen im Angesicht des Todes? - Auf diese Fragen sucht die Religion eine Antwort. Auch Karate-Do gibt in der Tradition der Samurai eine Antwort. Der Abendruf, der im Bodhi-Sangha von Meister Ama Samy jeden Abend erklingt, formuliert das Anliegen:
Eines lege ich euch allen ans Herz:
Leben und Tod sind eine ernste Sache. Schnell vergehen alle Dinge. Seid ganz wach, niemals achtlos, niemals nachlässig.
Das, mir immer wieder bewusst zu machen und zu üben, gehört für mich zu Karate. Karate hat meinem christlichen Glauben eine bisher ungekannte Tiefe gegeben und mich Vieles neu gelehrt. Der Weg ist noch nicht zu Ende!